Frauenfrühstück des Turngaus am 2.4. in Boll

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Über 200 hungrige Sportsfrauen füllen die Boller Halle

Frauenfrühstück in der MZH Boll

Bei angenehmen Wetter fand am Sonntag, den 2.4., in der Boller Merhrweckhalle das diesjährige Frauenfrühstück des Turngaus Schwarzwald statt. Ausrichter war diesmal der TSV Boll und diese Gelegenheit wurde genutzt um den versammelten Turnerfrauen ein Frühstück zu bereiten, das in sehr positiver Erinnerung bleiben sollte. Für die Zubereitung des reichhaltigen Frühstücksbüffets und eine ansprechende Dekoration wurden daher im Vorfeld keine Zeit und Mühen gescheut. Ab 9 Uhr strömten die über 200 angemeldeten Besucher aus dem ganzen Turngau in die Halle und nahmen erwartungsvoll an den schön dekorierten Tischen Platz.

Roswitha Nägele, die Vorsitzende des Turnausschusses für Erwachsene und Fachwartin für das Frauenturnen, begrüßte die vier anwesenden Ehrenmitglieder des Turngaus, Margarethe Rojan, Anneliese Stöcker, Ingrid Kläger und Sonja Kahren, die Referentin Erika Burkhardt aus dem Waldachtal, die später noch einen Vortrag über Schokolade halten sollte, und alle anwesenden Turnerfrauen herzlich. Auch die Turngau-Vorstandssprecherin Helga Vogt war anwesend. Sie freute sich über das große Helferteam des TSV Boll, die schöne Dekoration und die gute Stimmung. Als Reporterin für den Schwarzwälder Boten war Sylvia Fahrland aktiv. Die stärkste Frauengruppe entsandte ungeschlagen und schon traditionell wieder der TSG Schwenningen, diesmal mit 32 Turnerfrauen.

Unsere Vorsitzende Brigitte Haag schloß sich an und begrüßte alle ebenfalls herzlich. Sie ergriff gleich die Gelegenheit um alle Anwesenden zu unserem 30-jährigen Vereinsjubiläum am 15./16. Juli nach Boll einzuladen. Sie freute sich über die starke Stellung des TSV Boll im Ort, der bei nur 720 Boller Einwohnern immerhin 520 Mitglieder, natürlich nicht nur aus Boll, in seinen Reihen führen kann. Nun konnte der gesellige Vormittag richtig beginnen.

Das Büffet mit verschiedenen Müsli, Joghurts, selbergemachten Brotaufstrichen und Kuchen wurde nun rege besucht und es gab sehr viele Erfahrungen auszutauschen. Das Helferteam des TSV war eifrig dabei Kaffee nachzufüllen, das Büffet zu ergänzen, Getränke zu servieren und auf das Wohlbefinden aller zu achten.

Nach einer guten Stunde kündigte Frau Nägele die vom Turngau engagierte Referentin Erika Burkhardt an, die im Waldachtal nicht nur den Frauenkreis der Kirchengemeinde leitet, sondern auch Vorsitzende des dortigen Schwarzwaldvereins ist. Das Thema ihres Referats war die Schokolade, und einige Helferinnen des TSV hatten bereits verschiedene Sorten köstlicher Schokoladentafeln in Stücke zerteilt, auf Tellern arrangiert und ließen dies nun durch die Tischreihen zur Verkostung zirkulieren.

Frau Burkhardt führte die Zuhörer durch die Geschichte der Schokolade, erläuterte die wirtschaftlichen und kulturellen Aspekte des Kakaoanbaus und gab amüsante Anekdoten zum Besten. Der Kakaobaum wurde bereits von den Olmeken vor 3500 Jahren kultiviert, und gelangte von dort zu den Maja und Azteken, die ihn als Trank der Götter, den Adligen vorbehalten, mit Chili scharf gewürzt genossen. Der Eroberer Mexikos, Cortez, entdeckte den Kakao dann für Europa, der dort bald als Trinkschokolade beliebt wurde. Vor allem nachdem Nonnen entdeckten, dass Zuckerzusatz die gefühlte Bitterkeit abschwächt. Im 19. Jahrhundert kam dann die Tafelschokolade auf, die bald den Markt eroberte. Interessant war die Zuordnung von bestimmten Charaktereigenschaften zur Bevorzugung bestimmter Schokoladensorten. So liebt der Geborgenheitssucher die Vollmilchschokolade und der dominante Genießer eher die Edelbitterschokolade. Die Inhaltsstoffe der Schokolade regen nicht nur die Serotoninproduktion an und erzeugen damit Glücksgefühle, sondern neben wertvollen Mineralstoffen wie Magnesium wirken vor allem die Bitterstoffe fördernd auf das Immunsystem und schützen damit vor Infektionen. Vier Stück Edelbitter-Schokolade pro Tag sollten daher die Gesundheit nicht unwesentlich fördern, schlug die Referentin vor. Die Zuhörerinnen hatten inzwischen die herumgereichten Proben weitgehend verspeist und konnten die glücksfördernde Wirkung erfahren. Frau Nägele bedankte sich bei der Referentin mit der Überreichung eines Blumenkorbes.

Es war schon nach 12 Uhr, als sich die Gäste langsam verabschiedeten. Viele nutzten die Gelegenheit dem TSV die schöne Tischdekoration abzukaufen. Für die Helfer gab es anschließend ein umfangreiches Frühstück, und dank einiger tatkräftiger Jedermänner waren Tische und Stühle rasch aufgeräumt.